XENOS-Projekt „Shalom“

Im Dezember 2001 startete das dreijährige Projekt „Shalom“, gefördert durch das Programm XENOS und durch die Bundesagentur für Arbeit. Zehn junge Erwachsene erfassten und dokumentierten den Neuen Israelitischen Friedhof in Dresden unter der Anleitung von Heike Liebsch. Dazu gehörte neben der Aufnahme vor Ort die datengestützte Einarbeitung aller Informationen. Die Grabsteine wurden textlich als auch bildlich dokumentiert. Außerdem wurden Biographien hier beerdigter Personen zusammengetragen und in mehreren Ausstellungen präsentiert.

Jugendliche des Projekts "Shalom" bei Arbeitsbeginn auf dem Neuen Israelitischen Friedhof in Dresden (re.: Projektleiterin Heike Liebsch)

Jugendliche des Projekts „Shalom“ bei Arbeitsbeginn auf dem Neuen Israelitischen Friedhof in Dresden (re.: Projektleiterin Heike Liebsch)

Arbeitsbeginn an der Feierhalle / Eingangsbereich zum Neuen Israelitischen Friedhof Dresden

Arbeitsbeginn an der Feierhalle / Eingangsbereich zum Neuen Israelitischen Friedhof Dresden

 

 

 

 

 

 

 

 

Ergebnisse des Projekts:

  1. ein alphabetisches und ein numerisches Belegungsregister der mehr als 2.500 Grabstellen als Excel-Datei und als Ausdruck
  2. eine gedruckte Dokumentation jedes einzelnen Grabsteines (ca. 3.500 Seiten), darin enthalten sind Fotos des Grabsteines, statistische Daten zu Person, Verwandtengräbern, Grab, Grabstein, die Inschrift hebräisch und übersetzt, eventuell erforderliche Zusatzinformationen zur Person
  3. ein Vermessungsplan mit jeder einzelnen Grabstelle, allen Gebäuden und Denkmalen
  4. ein komplettes Register der Pflanzenschichten und Bäume auf dem Friedhof, die ebenfalls im Vermessungsplan eingetragen wurden.
  5. ein umfangreiches Archiv aus Materialien, die über den Friedhof zusammengetragen wurden
  6. drei Ausstellungen zu den Themenkomplexen
    • Alter Jüdischer Friedhof
    • Neuer Israelitischer Friedhof
    • Juden in Freiberg
  7. eine Ausstellung in englisch für die Partnerstadt Ness Ziona
  8. zwei Flyer über den Neuen Israelitischen Friedhof (zum Beginn und am Ende des Projektes)

Die Dokumentation sowie die Register wurden an die Jüdische Gemeinde Dresden übergeben und sind darüber hinaus im Stadtarchiv Dresden und dem Archiv der Bildungs- und Begegnungsstätte HATiKVA e.V. für die Öffentlichkeit nutzbar.

Anfragen zu allen einzelnen Grabstellen des Neuen Israelitischen Friedhofs können auch direkt an die Geschichtswerkstatt Freiberg gerichtet werden.

Erfassungsarbeiten auf dem Neuen Israelitischen Friedhof in Dresden

Erfassungsarbeiten auf dem Neuen Israelitischen Friedhof in Dresden

Arbeitsformular im Projekt zur Dokumentation einzelner Grabstellen

Arbeitsformular im Projekt zur Dokumentation einzelner Grabstellen

fertiges Dokumentationsblatt einer Grabstelle

fertiges Dokumentationsblatt einer Grabstelle

 

 

 

 

 

 

 

 

Bis zum Jahr 2001 diente das Gebäude der Dresdner Gemeinde als Synagoge. Mit der Einweihung der Neuen Synagoge am Hasenberg wurde das Haus seiner ursprünglichen Bestimmung als Trauerhalle zurückgegeben. Seitdem verdeckt ein schwarzer bestickter Vorhang die Ostseite, wo damals die Thorarollen standen. Die Gedenktafeln, 1950 links und rechts des damaligen Thoraschreins angebracht, erinnern an die Opfer der NS-Zeit. Das an der Westseite aus Antikglas gefertigte Fenster mit Davidstern hatte 1950 die Malerin Rüther- Rabinowicz geschaffen.

Zeitzeugenbegegnungen:

2002: Besuch aus den USA: Rolf Weinberg war 18, als er in das KZ Buchenwald kam…

Rolf Weinberg trifft Projektteilnehmer in Freiberg; Freie Presse 14. Oktober 2002

Rolf Weinberg trifft Projektteilnehmer in Freiberg; Freie Presse 14. Oktober 2002

Begegnung mit Rolf Weinberg (USA) -als 18-jähriger aus Freiberg vertrieben

Begegnung mit Rolf Weinberg (USA) -als 18-jähriger aus Freiberg vertrieben

 

 

 

 

 

 

2003: Besuch von Esther Bauer (USA) – sie war eine der 1.000 Häftlinge im Freiberger Außenlager des KZ Flossenbürg

2003: Esther Bauer im Scholl-Gymnasium Freiberg

2003: Esther Bauer im Scholl-Gymnasium Freiberg

2003: Filmaufnahmen mit Esther Bauer in der Geschichtswerkstatt

2003: Filmaufnahmen mit Esther Bauer in der Geschichtswerkstatt


 

 

 

 

 

 

Februar 2004: Ausstellung in den Fluren der Städtischen Wohnungsgesellschaft (SWG) Freiberg

2004: Aufbau der Ausstellung

2004: Aufbau der Ausstellung

Der Leiter der Geschichtswerkstatt, Michael Düsing, erläutert die Gestaltung der Poster

Der Leiter der Geschichtswerkstatt, Michael Düsing, erläutert die Gestaltung der Poster

 

 

 

 

 

 

 

Sommer 2004: Treffen mit tschechischen Überlebenden des „Freia“-Lagers

2004: Begegnung mit Überlebenden des Freiberger KZ-Außenlagers "Freia"

2004: Begegnung mit Überlebenden des Freiberger KZ-Außenlagers „Freia“

Lisa Miková und Hana Hnatová (re.: M. Düsing)

Lisa Miková und Hana Hnatová (re.: M. Düsing)

 

 

 

 

 

 

 

März 2004: Ausstellung „Fremd- und Zwangsarbeit in Sachsen 1939 – 1945“ in der Freiberger Nikolaikirche; Gemeinschaftsausstellung der Sächsischen Staatsarchive, ergänzt durch Rechercheergebnisse der CJD-Geschichtswerkstatt zur Zwangsarbeit in Freiberg

Bauzeichnung des Zwangsarbeitslagers "Freia" 1943; Bauaktenarchiv freiberg

Bauzeichnung des Zwangsarbeitslagers „Freia“ 1943; Bauaktenarchiv freiberg

Gedenktafeln am ehemaligen Gebäude der "Freia GmbH", dem heutigen Landratsamt Mittelsachsen

Gedenktafeln am ehemaligen Gebäude der „Freia GmbH“, dem heutigen Landratsamt Mittelsachsen

 

 

 

 

 

 

 

September 2004: Ausstellung zu den Schalom-Tagen der Stadt Freiberg

Ausstellungseröffnung 19. September 2004

Ausstellungseröffnung 19. September 2004

Zur Eröffnung spricht der Landesrabbiner Dr. Almekias Siegl

Zur Eröffnung spricht der Landesrabbiner Dr. Almekias Siegl

Oberbürgermeisterin Frau Dr. Uta Rensch im Gespräch

Oberbürgermeisterin Frau Dr. Uta Rensch im Gespräch

 

 

 

 

 

 

 

 

März 2005: Zum Abschluss des Projekts: Ausstellung „Jüdische Künstler in Dresden“ im Stadtarchiv Dresden

Dresdens jüdische Künstler. Ausstellung. Projekt Shalom; Dresden 2005

Dresdens jüdische Künstler. Ausstellung. Projekt Shalom; Dresden 2005

Poster informieren über Dresdner Künstler

Poster informieren über Dresdner Künstler

Ausstellung im Stadtarchiv Dresden

Ausstellung im Stadtarchiv Dresden

 

 

 

 

 

 

 

 

Höhepunkt und Abschluss des Projekts:

November 2005: Ausstellung „Jews in Freiberg Documentation and Rememberance“ in Freibergs israelischer Partnerstadt Ness Ziona

Aufbau in der Gedenkhalle in Ness Ziona

Aufbau in der Gedenkhalle in Ness Ziona

Der OB von Ness Ziona, Yossi Shvo, eröffnet die Ausstellung

Der OB von Ness Ziona, Yossi Shvo, eröffnet die Ausstellung

Die Poster in Englisch und Hebräisch

Die Poster in Englisch und Hebräisch

 

 

 

 

 

 

 

 

Aus Freiberg Vertriebene, heute in Israel lebende Holocaust-Opfer besuchen die Ausstellung on Ness Ziona

Aus Freiberg Vertriebene, heute in Israel lebende Holocaust-Opfer besuchen die Ausstellung on Ness Ziona


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Ausstellungsbesuch

 

 

 

 

 

 

 

 

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