Beitrag #2

Neuerscheinung: „Schicksalskinder“ von Wendy Holden

Die britische, auch in Deutschland bekannte Erfolgsautorin Wendy Holden hat eines der bewegendsten Bücher über ein unglaubliches Kapitel des Holocaust geschrieben: drei Mütter und ihre im KZ geborenen Kinder.

Die Mütter gehörten zu jenen jüdischen Mädchen und Frauen, die – aus Auschwitz kommend – im Freiberger Außenlager des KZ Flossenbürg („Freia GmbH“) Zwangsarbeit leisten mussten!

Weltbild Verlag 2015; 432 S.; ISBN: 978-3828929869 // UK/USA-Original: Born Survivors; Little, Brown Book Group / Harper Collins – 2015

Buchbeschreibung (dt. Ausgabe)

Am 5.Mai 1945 wurden die Gefangenen des Konzentrationslagers Mauthausen von US-Truppen befreit, unter ihnen rund 1.000 jüdische Zwangsarbeiterinnen der „Freia GmbH“, des Freiberger Außenlagers des KZ Flossenbürg, die nach 16tägiger Irrfahrt am 29.April 19

45 in das KZ Mauthausen „evakuiert“ wurden. Zum 70. Jahrestag der Befreiung erzählt die britische Journalistin und weltweit bekannte Erfolgsautorin Wendy Holden in „Schicksalskinder – Die KZ-Babys von Mauthausen“ die wahre Geschichte dreier Babys, die unter den schrecklichsten Bedingungen geboren wurden. Es sind Hana (geboren am 12.April 1945 noch im KZ Freiberg), Mark (geboren am 20.April 1945 während des Zugtransports nach Mauthausen) und Eva, geboren am Tag der Ankunft im KZ Mauthausen, am 29.April 1945.

Ihre Väter waren von den Nationalsozialisten ermordet worden. Ihre Mütter haben Unvorstellbares durchgemacht. Sie haben Hass und Verfolgung überlebt, die Deportation in Ghettos, das Vernichtungslager Auschwitz, die Zwangsarbeit im sächsischen Freiberg, den Hunger, die Gewalt, den Todestransport in das KZ Mauthausen. Sie sind nur noch lebende Skelette, und es scheint, als hätten ihre Kinder in dieser Welt des Grauens nicht den Hauch einer Chance. Keines der Kinder wog bei seiner Geburt mehr als drei Pfund. Mühsamer Weg zurück ins Leben Doch wie durch ein Wunder halten alle sechs durch. US-Soldaten retten nach der Befreiung die drei Babys und ihre Mütter. Sie werden von US-Sanitätern versorgt und medizinisch behandelt. Dann beginnt ihre mühsamer Weg zurück ins Leben. Jahrzehntelang wissen die drei „Mauthausen-Kinder“ nichts vom Schicksal der anderen. Zum ersten Mal begegnen sich die „KZ Babys“, die heute in Amerika und in Großbritannien leben, 65 Jahre später, 2010, zum Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslager Mauthausen. Und erfahren von der unvorstellbaren Geschichte der anderen. Die Mütter Anka, Rachel und Priska sind inzwischen verstorben. (Text: Weltbild Verlag/Michael Düsing)

Die Geschichtswerkstatt Freiberg lädt Wendy Holden und Hana Berger Moran im Oktober 2016 nach Freiberg ein!

Wer uns bei der Vorbereitung des Treffens und während des Besuches unterstützen möchte, ist herzlich willkommen. Meldung unter Kontakt (Geschichtswerkstatt FG)

Wendy Holden während ihrer Buchrecherchen im Juli 2014 am „Ehrenmal für die Opfer des Faschismus“ in der Freiberger Himmelfahrtsgasse

Wendy Holden während ihrer Buchrecherchen im Juli 2014 am „Ehrenmal für die Opfer des Faschismus“ in der Freiberger Himmelfahrtsgasse

Die drei "Freiberg/Mauthausener Babys": v. li.: Hana Berger Moran, Mark Olsky, Eva Clarke

Die drei „Freiberg/Mauthausener Babys“: v. li.: Hana Berger Moran, Mark Olsky, Eva Clarke

Medientermin im März 2016: Hana Berger Moran und Wendy Holden

Medientermin im März 2016: Hana Berger Moran und Wendy Holden

Geburtsurkunde von Hana B. Moran

Geburtsurkunde von Hana B. Moran

 

 

 

 

 

 

 

 

Presseberichte:

Jewish Chronicle online vom 26.05.2015 (englisch).

Freie Presse vom 05.09.2015: Die KZ-Babys von Freiberg und Mauthausen